Fahrweg-Überwachung & Tasten FELD 23
2 Leuchtkästen oben (FTÜ links, GTÜ rechts) · 2 Drucktasten (DRGT links mittig, WuT mittig) · 2 Labels darunter
▲ Feld-Layout (echter Stelltisch-Aufbau, grün kariert)
FTÜ
GTÜ
DRGT
WuT
Grünes Feld = Fahrweg-Funktion
Leuchtkasten inaktiv (Grundstellung)
Leuchtkasten aktiv (Überwachung hat angesprochen)
Drucktaste (klickbar)
Anordnung: DRGT sitzt mittig unter dem FTÜ-Leuchtkasten (linke Position), WuT sitzt mittig vom Feld (rechte/zentrale Position).
Was bedeuten FTÜ, GTÜ, DRGT und WuT?
Dieses Feld bündelt 4 Fahrweg-bezogene Funktionen: zwei Überwachungsmelder (FTÜ, GTÜ) und zwei Bedientasten (DRGT, WuT).
Die 4 Funktionen im Detail
FTÜ
Fahrstrassentastenüberwachungsmelder
Überwacht die Fahrstrassentasten (Start-, Ziel-, Umweg-Tasten). Leuchtet auf, wenn eine Fahrstrassentaste fehlerhaft bedient wurde oder die Zieltaste innerhalb einer definierten Zeit nicht angesprochen hat. Typische Auslösung: Zielauswahl reagiert nicht, Fahrstraße wird nicht eingelaufen.
GTÜ
Gruppentastenüberwachungsmelder
Überwacht die Gruppentasten (z.B. WGT, FHT, HaGT, DWR). Leuchtet auf, wenn eine Gruppentaste fehlerhaft bedient wurde oder die zugeordnete Aktion nicht innerhalb der erwarteten Zeit ausgeführt wurde.
DRGT
Durchrutschwegrücknahmegruppentaste
Gruppentaste für die Rücknahme des Durchrutschweges (DWR). Bedienung gemeinsam mit der Zieltaste des betroffenen Signals. Setzt einen zuvor angeforderten Durchrutschweg zurück, wenn dieser nicht mehr benötigt wird (z.B. Zug fährt doch nicht durch, oder Fahrt wird aufgelöst).
WuT
Weckerunterbrechertaste
Unterbricht den akustischen Wecker (Summer), der durch FTÜ oder GTÜ ausgelöst wurde. Wirkung hält solange gedrückt, endet mit Loslassen. Eine eigene WuT für diesen Bereich — unabhängig von anderen WuT-Tasten im Stelltisch.
Ril 482 · Richtlinien-Referenz
Ril 482.4600 (Fahrstrassentastenüberwachung)
„Die Fahrstrassentastenüberwachung (FTÜ) überwacht die Bedienung der Fahrstrassentasten. Eine fehlerhafte Bedienung oder das Ausbleiben der Zielfahrtaste innerhalb der vorgegebenen Zeit führt zur Auslösung der FTÜ."
Ril 482.4610 (Gruppentastenüberwachung)
„Die Gruppentastenüberwachung (GTÜ) überwacht die Bedienung der Gruppentasten. Eine fehlerhafte Bedienung oder das Ausbleiben der erwarteten Reaktion führt zur Auslösung der GTÜ."
Ril 482.4620 (Durchrutschwegrücknahme)
„Die Durchrutschwegrücknahmegruppentaste (DRGT) dient der Rücknahme eines zuvor angeforderten Durchrutschweges. Die Bedienung erfolgt gemeinsam mit der Zieltaste des betroffenen Signals."
Ril 482.4630 (Weckerunterbrechertaste)
„Die Weckerunterbrechertaste (WuT) dient der vorübergehenden Unterdrückung des durch FTÜ oder GTÜ ausgelösten Summers. Die Wirkung hält nur solange an, wie die WuT gedrückt bleibt."
Achtung: Eine DRGT-Bedienung hebt einen Durchrutschweg auf — das bedeutet: der nachfolgende Zug hat keinen verlängerten Durchrutschweg mehr und muss am regulären Haltepunkt anhalten. Bedienung nur nach Prüfung der Betriebslage.
Praxis-Bezug Albstadt-Ebingen
In Albstadt-Ebingen kommen FTÜ/GTÜ vor allem in folgenden Situationen zum Tragen:
- FTÜ: Fdl drückt Starttaste, vergisst aber die Zieltaste → FTÜ nach 5 Sekunden
- FTÜ: Zieltaste reagiert nicht (Weiche in Sperre) → FTÜ löst aus
- GTÜ: FGT-Bedienung (Fahrstraßengruppentaste) ohne Erfolg → GTÜ löst aus
- DRGT: Durchrutschweg wurde angefordert, Zug fährt aber doch nicht durch → DRGT + Zieltaste
- WuT: Fdl quittiert den Summer, um in Ruhe die Ursache zu prüfen
Die getrennte Anordnung (DRGT mittig unter FTÜ, WuT mittig vom Feld) ist sinnvoll, weil DRGT und WuT unterschiedliche Wirkungsrichtungen haben: DRGT löst eine betriebliche Aktion aus, WuT ist eine reine Quittierung.